Mikrounternehmen kündigten an, nicht zu einem neuen Steuersystem wechseln zu wollen

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In Russland gilt ab dem 1. Januar 2023 ein neues Steuersystem – das automatisierte vereinfachte Steuersystem (AUTS). In Analogie zum vereinfachten Standardbesteuerungssystem (STS) können Steuerzahler bei ATS das Besteuerungsobjekt wählen – „Einnahmen“ oder „Einnahmen abzüglich der Höhe der Ausgaben“. Aber die Sätze für AUSN sind höher als für das vereinfachte Steuersystem, nämlich 8 bzw. 20 %. Die Verwendung von AUSN impliziert die Befreiung von der Steuererklärung (die Steuer wird automatisch vom Föderalen Steuerdienst berechnet).
Die Mehrheit der russischen Kleinstunternehmen (über 90 %) gab an, dass sie nicht auf die neue Sondersteuerregelung umstellen würden. Viele sind durch hohe Steuersätze und Misstrauen gegenüber dem IFTS verwirrt. Außerdem möchte ein erheblicher Teil der Befragten Zahlungen für Steuern und Gebühren selbstständig verwalten.
Unternehmen sind Neuerungen in der Steuergesetzgebung oft misstrauisch und wollen sich am Beispiel anderer Unternehmen orientieren, um sicherzustellen, dass das IFTS und die Banken innerhalb des AUTS reibungslos und übersichtlich funktionieren. Da die Steuer von den Steuerprüfern auf Basis der ihnen von der Bank übermittelten Informationen berechnet und einbehalten wird, zweifeln Unternehmer daran, dass das Tandem fehlerfrei funktioniert.
Laut Umfrage erklärten sich nur 3 % der Kleinstunternehmen bereit, AUSN zu nutzen. In einigen Regionen Russlands hat das neue Steuersystem am 1. Juli begonnen, aber bisher können es nur neue Unternehmen nutzen, und sie müssen dies innerhalb von 30 Tagen ab dem Datum der Registrierung tun. Für andere Unternehmen wird diese Steuerregelung erst ab dem 1. Januar 2023 verfügbar sein.
Ein kleiner Teil der russischen Unternehmen ist bereit, bei der Umstellung auf AUSN auf die Vollzeitbuchhaltung zu verzichten, da dieses System eine Befreiung von der Steuerberichterstattung vorsieht. Die meisten Geschäftsleute sind zu einem solchen Schritt nicht bereit und halten ihn für unangemessen. Außerdem erklärten viele Geschäftsleute, dass sie nicht bereit seien, das Unternehmen aufzuteilen, um die AUSN-Kriterien zu erfüllen.
Unserer Meinung nach weist das AUSN-System eine Reihe erheblicher Mängel auf. Unter ihnen:

  • die Notwendigkeit, monatliche Steuern zu zahlen
  • Unfähigkeit, mit anderen Spezialmodi zu kombinieren
  • zu kleine zulässige Anzahl
    -begrenzte Anzahl teilnehmender Banken
  • ein Verbot der Barauszahlung von Einkünften an Einzelpersonen
  • ein Verbot der Einstellung gebietsfremder Arbeitnehmer
    -Schwierigkeiten bei der Anfechtung von Fehlern bei der Berechnung von Steuern
    Wir stellen auch die klaren Vorteile des neuen Steuerregimes fest:
  • Fehlen von Betriebsprüfungen
    -Reduzierung des Umfangs der Berichterstattung
    -Befreiung von Versicherungsprämien aus dem Einkommen der Arbeitnehmer
    -Sicherung der Sozial- und Rentenansprüche der Arbeitnehmer der AUSN-Steuerzahler erfolgt vollständig zu Lasten des Bundeshaushalts
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